Die 5 besten Tipps für unglaublich leckere, frisch gemachte Pasta

April 27, 2021

Vegane Bärlauchpasta mit vielen Variationsmöglichkeiten

Was gibt es Schöneres an einem Frühlingsmorgen als in die Natur hinauszugehen, die Luft zu schnuppern und dabei auch noch Zutaten für ein leckeres Essen zu sammeln? Ich genieße den Frühling nach dem langen, bei uns oft grauen Winter so sehr. Die Natur erholt sich, die Bienen summen, überall sind kleine Pflänzchen und Blumen. Eine gute Zeit um den Bärlauch zu ernten, den man schon von weitem mit seinem würzig-zwiebeligen Aroma riechen kann.

In meinem Fall muss ich nicht weit gehen, denn er wächst bei uns im Garten. Leider aber auch neben den hübschen Maiglöckchen, die giftig sind und dem Bärlauch doch etwas ähnlich sehen. Jedes Jahr schaue ich voller Panik im Internet nach, was Bärlauch und Maiglöckchen sind. Ich mag ja niemand vergiften. Wenn Du auch selbst sammelst, würde ich mir vorher nochmals die Unterschiede der beiden Blätterformen zu Gemüte führen. Im Übrigen riecht der frisch gepflückte Bärlauch nach Knoblauch. Die Maiglöckchenblätter nicht.

 

Tipp Nr. 1 – Farbe macht froh.

Zum Färben der Pasta kannst Du wirklich kreativ werden:

Die grüne Farbe entsteht durch pürierten Bärlauch, Blattspinat oder Brennnessel. Gelb bekommst Du durch Kurkuma oder Currypulver. Lila entsteht durch Rote-Beete-Saft, Rot durch Tomatenmark.

Ich finde es gleich doppelt so spannend, wenn man auch mit den Farben experimentieren kann. Einfach jeweils die Zutat mit Wasser pürieren und als Schüttwasser für das Mehl nehmen. So kommt die Farbe zustande.

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Tipp Nr. 2 – Gutes Mehl ergibt gute Pasta.

Der Teig wird besonders gut, wenn sich die Glutenstruktur schön entwickelt. Kaufe daher ein Mehl, das extra für Pasta geeignet ist. Ich nehme z. B. gern das Mehl von Divella, Semola di grano duro rimacinata. Natürlich kann auch irgendeine andere Marke genommen werden, ich erlaube mir hier, aus Überzeugung für diese Mühle zu werben.

Eine kleine Anekdote am Rande: die süditalienische Schwiegermutter meiner Schwester lebte jahrelang in Rom und weigerte sich, dort Pastamehl zu kaufen. Der Boden sei einfach nicht zum Anbau des Hartweizens geschaffen. Auf Heimatbesuch in Apulien kaufte sie daher immer große Mengen an Vorräten von Mehl. Sie hat Recht, muss ich gestehen. In Pasta kommt ja nicht viel mehr als Mehl, Wasser, Salz. Für ein gutes Endprodukt benötigt man daher zwingend gute Ausgangszutaten.

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Tipp Nr. 3 – Geheimzutat Olivenöl.

Ein Schuß Olivenöl sorgt für Elastizität im Teig. In der Bologneser Küche wird auch zusätzlich für den Geschmack ein Schuß Weisswein nicht verachtet. Probier’ es doch einfach mal aus, und berichte mir, ob Du den Unterschied schmeckst.

Tipp Nr. 4 – Du denkst, der bröselige Teig wird nichts? Alles im grünen Bereich!

Die Zutaten werden alle in einer Schüssel verknetet, so daß sie sich gerade gebunden haben. Der Teig wird sich ziemlich bröselig anfühlen, und eventuell noch nicht ganz verbunden haben. Die ersten Male habe ich dann ganz viel Wasser nachgekippt. Resultat: Ich hatte einen klebrigen Batz. Mach’ das lieber nicht. Nimm’ den bröseligen Teig und lass’ ihn mehrfach durch die Nudelmaschine. Dann wird er gefaltet, wie auf dem Bild oben rechts, um 90 Grad gedreht und nochmals durch die Nudelmaschine gelassen. Das wird so lange wiederholt, bis der bröselige Teig glatt wird. Durch das Aufeinanderfalten und Drehen bildet sich das Gluten schön aus.

Wenn Du ihn tatsächlich mehrfach durch die Nudelmaschine gelassen hast und er immer noch bröselig und staubtrocken ist, kannst du per Hand 1-2 EL Wasser hineinkneten und das Ganze nochmal mit der Maschine versuchen. Ein zu wässriger Teig lässt hinterher die Tagliatelle auch verkleben. Falls der Teig also einen Tick zu trocken ist, ist das gar kein Problem.

Tipp Nr. 5 – Bemehle die fertigen Nudeln großzügig.

Wenn die fertigen Tagliatelle aus der Nudelmaschine kommen, müssen sie mit viel Pastamehl bemehlt werden. Sonst kleben sie zusammen. Du darfst auch ruhig viel Mehl von oben drauf schmeißen und dann wie beim Bild oben links vermengen, so dass das Mehl überall hinkommt. Viel hilft hier viel. Dann werden die Tagliatelle zu Nestern zusammengerollt und auf einem Küchentuch mindestens eine Stunde trocknen gelassen.

Ich habe Dir hier mein Standardrezept als Download eingefügt. Wie klappt das Pastamachen bei Dir? Ich freue mich auf Deine Rückmeldung und Anmerkungen.

REZEPT

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Über Kathrin Reiter

Kathrin Reiter ist Fine-Art- und Lifestyle-Fotografin mit Wohnsitz im schönen Allgäu. Sie hat sich auf Portraits, Food und Blumen spezialisiert.

Besonders gern porträtiert sie sensible und kreative Frauen, die in ihrer Einzigartigkeit und Stärke gesehen werden wollen und hilft selbstständigen Frauen, ihr Business medial professionell aufzubauen. Künstler unterstützt sie passioniert durch ihre konzeptuelle Fotografie, indem sie fotografisches Beiwerk für ihre Kunst kreiert, wie z. B. Coverart für Musiker.

Dabei beeinflußt ihre Liebe zu Kunst, Essen, Blumen und Natur ihre Fotografie stark. Sie steht für einen wertschätzenden Umgang mit sich selbst und dem Gegenüber und schätzt die Kooperation zwischen kreativen Köpfen sehr.

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